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Die SPD-Fraktion im Steinheimer Ortsbeirat fordert den Verbot schnell fahrender Modellboote auf dem Altmainarm.
Der Steinheimer Altmainarm ist in den Herbst- und Wintermonaten ein Rückzugsgebiet für etliche nordische Tauchentenarten wie Tafelente, Reiherente und Schellente. Außerdem leben auf dem als Lanschaftsschutzgebiet ausgewiesenen Arm des Mains neben seltenen Zugvögeln zahlreiche Bless- und Teichrallen, Stockenten, Stockenten, Kanadagänse und Schwäne. Weit über einhundert Wasservögel tummeln sich ab Herbst auf der Wasserfläche. Am Sonntag den 18. November hat ein Lenker eines schnellen Modelbootes die Kontrolle über das Modelboot verloren und und bei einer Kollision mit einem Schwan und mit der Wucht des schnellen Bootes dem Hanauer Wappentier schwere Verletzungen zugefügt. Der Schwan wurde von der herbeigerufenen Steinheimer Feuerwehr geborgen und in eine Wildpflegestation gebracht wo er nur noch eingeschläfert werden konnte. Die Wucht des Modellbootes hat dem Schwan den Flügel abgetrennt.
Die schnellen Modellboote erreichen eine Geschwindigkeit von weit über 50 km/h. Die Wasservögel erkennen das über das Wasser rasende Gefährt zu spät oder überhaupt nicht und haben keine Möglichkeit auszuweichen.
Nach Ansicht der SPD-Fraktion im Steinheimer Ortsbeirat haben solche Schnellen Boote, die wie Geschosse über die Wasserfläche rasen in einem als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesenem Areal nichts verloren und hat einen entsprechende Dringlichkeitsantrag für die kommende Ortsbeiratssitzung eingebracht in dem der Magistrat aufgefordert wird sich für einen Verbot von schnell fahrender Modellboote auf dem Altmainarm einzusetzen und durch geeignete Kontrollmaßnahmen vor Ort auch umzusetzen.
„Die rasenden Modellboote gefährden nicht nur das Leben der im Altmainarm überwinternden Gänse und Enten sie stellen auch eine erhebliche Lärmbelästigung für die Bewohner der an den Altmainarm angrenzenden Steinheimer Altstadt“ erklärte der SPD- Fraktionsführer Reinhard Schneikart.
Erfreulich sei man auch über das beherzte eingreifen eines Altstadtbewohners auf dessen Aufforderung erst die Feuerwehr verständigt worden sei um das verletzte Tier zu bergen. Dieses engagierte Eingreifen eines Bürgers ist beispielhaft.
Veröffentlicht am 27.11.2007